Weihnachten ohne Schokolade

Was wäre Weihnachten oder Ostern ohne Schokolade?

Kaum vorzustellen, dass es all die leckeren Köstlichkeiten aus Schokolade, die zu Weihnachten oder Ostern angeboten werden, nicht mehr oder nur noch in geringer Anzahl und dann zu sehr teuren Preisen gibt.

Dies könnte jedoch schon in naher Zukunft zur Realität werden, wenn sich nicht bald die Einkommenssituation der Kakaobauern verbessert. Allein in Westafrika, der Hauptanbauregion für Kakao, lebt die Mehrheit der Kakaobauern in bitterer Armut. Grund dafür ist der viel zu niedrige Preis, den sie für ihre Kakaobohnen erhalten. Hungerlöhne für die Saisonarbeiter und ausbeuterische Kinderarbeit sind an der Tagesordnung. Ein besonderes Problem ist der Kinderhandel. So werden beispielsweise in der Elfenbeinküste Kinder aus den Nachbarländern gekauft und als billige Arbeitskräfte auf den Plantagen eingesetzt.

Das geringe Einkommen macht es für die junge Generation der Kakaobauern nicht mehr attraktiv die Plantagen ihrer Eltern zu übernehmen. So droht schon bald ein Nachwuchsproblem, denn das Durchschnittsalter der Kakaobauern in Westafrika liegt bei 50 Jahren, bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 60 Jahren. Glaubt man den Prognosen, so wird schon in wenigen Jahren die Nachfrage nach Kakao das Angebot übersteigen. Deutschland wird von diesem Versorgungsengpass dann direkt betroffen sein, denn es bezieht über 70 Prozent des Kakaos aus Westafrika.

Sie haben es in der Hand, dass es nicht so weit kommt. Bei Ihrem Einkauf können Sie sich entscheiden, ob Sie Produkte kaufen, in denen ausbeuterische Kinderarbeit steckt, oder ob Sie Produkten den Vorzug geben, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Informieren Sie sich und fragen Sie nach. Mehr Informationen unter http://de.makechocolatefair.org/